02. & 03. Juli | Fachtagung: Autoritäre Politiken im Feld Rassismus und rassismuskritische Interventionen
Fachtagung des Verbunds gegen Rassismus:
„Verbinden. Benennen. Mit Haltung handeln. Autoritäre Politiken im Feld Rassismus und rassismuskritische Interventionen.“
Donnerstag, 02. Juli & Freitag, 03. Juli 2026
Alte Münze, Haus 3, Am Krögel 2, 10179 Berlin
Rassismuskritische Arbeit findet in diesen Zeiten unter deutlich veränderten politischen Bedingungen statt: Autoritäre Diskurse gewinnen an Einfluss, migrationspolitische Debatten verschärfen sich, und zentrale Begriffe, Analysen und Perspektiven geraten zunehmend unter politischen Druck. Zivilgesellschaftliche Initiativen, Beratungsstellen, Bildungsprojekte und Selbstorganisationen erleben verstärkt Delegitimierung, Verdächtigungen und politische Einschränkungen.
Der Verbund gegen Rassismus nimmt diese Situation zum Ausgangspunkt der Fachtagung. Er bringt Perspektiven aus Praxis, Selbstorganisation, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um aktuelle Entwicklungen im Feld rassismuskritischer Arbeit gemeinsam zu analysieren und zu diskutieren:
Welche Formen und Funktionen nehmen Rassismen in autoritären Zeiten an? Wie verändern sich Förderlogiken, politische Erwartungen und öffentliche Debatten — und was machen diese Verschiebungen mit uns und unserer Arbeit? Welche Analysen und Ansätze braucht die rassismuskritische Zivilgesellschaft? Wie können wir Räume für Klarheit, Solidarität und Widerstand offenhalten — wie Resilienz und Haltung bewahren?
Diese und weitere Fragen stehen im Fokus der Fachtagung des Verbunds gegen Rassismus. Anmeldeschluss war der 22.06.26 über folgendes Formular. Die Anmeldeliste ist aufgrund der sehr großen Nachfrage nun geschlossen.
Barrieren & Awareness:
Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt. Der Veranstaltungsort ist teilweise Rollstuhlgerecht und erfordert vorherige Absprache. Für eine bessere Zugänglichkeit bitten wir um Angabe möglicher Unterstützungsbedarfe, Lebensmittelunverträglichkeiten sowie anderer wichtiger Anliegen im Anmeldeformular oder vor Ort. Ein Awareness-Team ist bei der Veranstaltung ansprechbar für Unterstützungsbedarfe, Grenzüberschreitungen und Diskriminierungssituationen.
Sollten Sie Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Reisekosten haben, melden Sie sich bei uns. Wir stellen ein begrenztes Kontingent an Reisekostenübernahmen im Bedarfsfall zur Verfügung.
Schreiben Sie uns bei Fragen oder Anliegen über kontakt@verbundgegenrassismus.de.
Programm & Gäst*innen
Das vollständige Programm zum Download finden Sie über folgenden Button verlinkt und etwas weiter unten die Kurzbeschreibungen zu unseren Gäst*innen und Ihren Beiträgen.
- Donnerstag, 02.07.2026
- Freitag, 03.07.2026
Registrierung und Empfang mit Welcome-Snacks
Begrüßung und Einführung in die Fachtagung
Keynote
Saraya Gomis, Studienrätin
Künstlerische Intervention – raumgreifende Performance mit Musik und Spoken Word
Vincent Bababoutilabo, Musiker und Autor
Kaffeepause
Podiumsdiskussion „Verbinden. Benennen. Mit Haltung handeln. Was bedeutet das heute?“
- Kien Nghi Ha, Kultur- und Politikwissenschaftler, Universität Tübingen
- Annita Kalpaka, ver/sammeln antirassistischer Kämpfe
- Katja Kinder, Geschäftsführerin RAA Berlin
- Tuğba Tanyılmaz, Geschäftsführerin Migrationsrat Berlin e. V
Closing Keynote (auf Englisch)
Michaela Moua, Koordinatorin der EU-Kommission für die Bekämpfung von Rassismus
Ende offizieller Teil
Registrierung und Empfang
Begrüßung und Einführung in den Tag
Podiumsdiskussion „Solidarische Erinnerungsarbeit zwischen Anerkennung und Widerstand“
Vor dem Hintergrund autoritärer Entwicklungen und schwindender öffentlicher Aufmerksamkeit steht die Erinnerungsarbeit im Spannungsfeld zwischen notwendiger Selbstorganisation und dem Streben nach politischer Wirkung. Dieses Podium fragt danach, wie Initiativen mit und innerhalb der herrschenden Verhältnisse ihre eigene Kraft bewahren und verhindern, dass ihre Arbeit symbolisch entleert wird. Wir diskutieren Strategien, um Trauer, politische Bildung und Widerstand so zu verbinden, dass gegenwärtige Gewaltverhältnisse sichtbar bleiben und solidarische Bündnisse entstehen. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie zivilgesellschaftliche und erinnerungspolitische Akteur*innen unter prekären Bedingungen langfristig handlungsfähig bleiben und ihre eigenen Narrative stärken.
Mit:
- Sina Schindler, Gedenkinitiative Phan Văn Toàn
- Said Etris Hashemi, Initiative 19. Februar Hanau
- Wilma Nyari, Initiative Gerechtigkeit für Lorenz
- moderiert von Mehmet Arbag, Verband binationaler Familien und Partner*innenschaften – Leipzig
Workshops
- Selbstbestimmt erinnern.
Newroz Duman, Solidaritätsnetzwerk der Betroffenen rechter,
rassistischer und antisemitischer Gewalt - Staatliche Förderung im Autoritarismus?
Cuso Ehrich, Soziolog*in und politische Bildner*in - Strategische Kompliz*innenschaft in Zeiten autoritären Umbaus – Open Space für politische Bildner*innen
Asya Pekyiğit und Purnima Vater, stuhlkreis_revolte - Austauschrunde: Interessenvertretung gegenüber Politik und Verwaltung – Möglichkeiten, Grenzen und Risiken?
Edwin F. Greve, Referent für Antidiskriminierung beim Migrationsrat
Berlin - Draw-My-Mind: Zeichen- und Empowerment-Workshop
Mayha Suaysom, Illustratorin - Aus migrantischen Kämpfen lernen – Perspektiven aus der
Gewerkschaft
Sükran Budak, Vorstand IG Metall
Die Beschreibungen der Workshops finden Sie weiter unten bei den jeweiligen Fotos der Referierenden.
Mittagspause
Offener Raum
- Lesung mit Beiträgen von:
Angelika Kim, Maike Siu-Wuan 晓云 Storf und Chandrika Yogarajah aus dem Sammelband „raumnehmen. Menschen aus asiatisch-deutschen Communitys erzählen“ sowie Ana Lucão Mvangi und einem „Liebesbrief an alle im Bildungssystem“ - Basics Medien sprechen (Kernbotschaften entwickeln, Zielgruppen definieren, Framing/Framing-Fallen, Narrative)
OMni - Wenn der Körper spricht – Workshop, in dem wir Gefühle in Bewegung übersetzen und den Körper zu Wort kommen lassen
Selin Dörtkardeş, Schauspielerin - Vorstellung von POLI SOCIAL – Die weltweit erste Plattform für zivilgesellschaftliche und politische Organisationen, Vereine und Initiativen
Fred Liepner, Verwaltungsratsmitglied Polisocial AG - Trotz allem! Postmigrantische Jugend bewegt den Osten –
Ausstellungsführung
Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland
(DaMOst) e. V. - Rassismuskritik und Körper: eine somatische Erkundung
Andrés Nader, RAA Berlin
Die Beschreibungen der Workshops finden Sie weiter unten bei den jeweiligen Fotos der Referierenden.
Open Mic und gemeinsamer Abschluss
Ende und Ausklang
Speaker*innen
Miriam Siré Camara
TagungsmoderatorinMiriam Siré Camara (sie/ihr) ist Suchende und Findende – sie versteht Liebe und Spiritualität als aktivistische Praxis. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin von akoma coaching & consulting (2014) und akoma art (2022) und arbeitet seit über 20 Jahren als Organisationsentwicklerin, Speakerin, Moderatorin und freie Kuratorin. Im Zentrum ihres Wirkens stehen kritische Transformationsprozesse an den Schnittstellen von Macht, Kolonisierung, Diskriminierung und institutioneller Verantwortung. Als Kommunikations- und Betriebspsychologin begleitet sie Institutionen in Veränderungs- und Auseinandersetzungsprozessen zu diesen Themen. In ihrer communityorientierten Arbeit liegt ihr Fokus auf der Schwarzen/Afrikanischen/Afrodiasporischen Community in Deutschland und Westafrika.
Eka Neumann
Coach, Leitung Awareness-TeamAls Coach begleitet Eka Neuman (sie/ihr) Teams und Einzelpersonen zu den Themen Diskriminierung, machtkritische Perspektiven und Teilhabe – durch Coaching, Supervision und Prozessbegleitung. Dabei bringt sie langjährige Erfahrung in der internationalen und entwicklungspolitischen Zusammenarbeit sowie jahrzehntelange Erfahrung in der Antirassismusarbeit mit.
Das Awareness-Team begleitet Teilnehmende und Organisator*innen achtsam durch die Veranstaltung und nimmt dabei eine pro-aktive Rolle im Geschehen ein. Es achtet sensibel auf mögliche Diskriminierungen und Grenzverletzungen und trägt zu einem respektvollen, möglichst diskriminierungsarmen Raum bei, in dem insbesondere Menschen mit Diskriminierungs-erfahrungen unterstützt werden. Das Team ist präsent, beobachtend und jederzeit ansprechbar und steht für vertrauliche Gespräche sowie individuelle Anliegen zur Verfügung.
Saraya Gomis
StudienrätinSaraya Gomis (sie/ihr), Studienrätin, hat u.a. als Antidiskriminierungsbeauftragte für Schulen bei Sen BJF, Referentin für Opferschutz und Opferhilfe und Staatssekretärin für Vielfalt und Antidiskriminierung gearbeitet. Sie engagiert sich vor allem aber ehrenamtlich in unterschiedlichen Vereinen und Initiativen; insbesondere im Bereich Bildung, institutioneller Diskriminierung und Möglichkeiten und Grenzen institutioneller Transformation.
Vincent Bababoutilabo
Musiker und Autor aus BerlinVincent Bababoutilabo (er/ihm) ist ein in Berlin lebender Musiker und Autor. Zu seinen Arbeiten gehören der Audiowalk zurückERZÄHLT, der 2022 mit dem 1. Platz des Audiowalk-Awards ausgezeichnet wurde, sowie das Album Rosa Shakur der gleichnamigen Band. als Sideman ist er im Andromeda Mega Express Orchestra aktiv, welches 2025 den deutschen Jazzpreis in der Kategorie Bester Live Act des Jahres gewann.
Künstlerische Intervention – raumgreifende Performance mit Musik und Spoken Word
Shevek Iyapo: Eine Performance zwischen Musik, Spoken Word, Samples und Soundscapes. Archivmaterial, Textfragmente und Improvisationen verbinden sich zu einer Klangarbeit, die Räume öffnet. Räume, in denen wir gemeinsam träumen. Von einer Welt im Werden, in der wir ohne Angst verschieden sein können. Ein Projekt von Vincent Bababoutilabo.
Annita Kalpaka
ver/sammeln antirassistischer KämpfeAnnita Kalpaka (sie/ihr) war bis 2022 Professorin an der HAW in Hamburg mit einem Schwerpunkt in Gemeinwesenarbeit. Sie war in antirassistischen und feministischen Netzwerken, in der Migrations- und Rassismusforschung, in Antidiskriminierungsarbeit und politischer Bildung aktiv und ist weiterhin in diesen Themenbereichen engagiert, u. a. im Projekt „ver/sammeln antirassistischer Kämpfe“.
Podiumsdiskussion „Verbinden. Benennen. Mit Haltung handeln. Was bedeutet das heute?“
Das Panel trägt den Namen des Fachtags. Ziel soll es sein aus unterschiedlichen Perspektiven drauf zuschauen, was das konkret in der Praxis bedeutet. Wo und wie finden Solidaritäten statt? Was verbindet uns in einer Zeit, wo Vereinzelung als politisches Instrument genutzt wird? Wie können wir noch Haltung zeigen, wenn es eine konkrete finanzielle / existenzielle Bedrohung gibt?
Katja Kinder
Geschäftsführerin der RAA BerlinPodiumsdiskussion „Verbinden. Benennen. Mit Haltung handeln. Was bedeutet das heute?“
Das Panel trägt den Namen des Fachtags. Ziel soll es sein aus unterschiedlichen Perspektiven drauf zuschauen, was das konkret in der Praxis bedeutet. Wo und wie finden Solidaritäten statt? Was verbindet uns in einer Zeit, wo Vereinzelung als politisches Instrument genutzt wird? Wie können wir noch Haltung zeigen, wenn es eine konkrete finanzielle / existenzielle Bedrohung gibt?
Tuğba Tanyilmaz
Geschäftsführerin vom Migrationsrat Berlin e. V.Tuğba Tanyilmaz (sie/ihr) ist Geschäftsführerin vom Migrationsrat Berlin e.V. Sie ist die Mitbegründerin und Projektleiterin der Initiative »Intersektionale Pädagogik« (i-Päd). Ihre Schwerpunkte sind Intersektionalität, machtkritische Erziehung, rassimuskritische Bildung und Erziehung, Empowerment und Konfliktmanagement. Als Bildungsreferentin und Mediatorin bietet sie Vorträge, Workshops, Prozessbegleitungen und Organisationsentwicklung an.
Podiumsdiskussion „Verbinden. Benennen. Mit Haltung handeln. Was bedeutet das heute?“
Das Panel trägt den Namen des Fachtags. Ziel soll es sein aus unterschiedlichen Perspektiven drauf zuschauen, was das konkret in der Praxis bedeutet. Wo und wie finden Solidaritäten statt? Was verbindet uns in einer Zeit, wo Vereinzelung als politisches Instrument genutzt wird? Wie können wir noch Haltung zeigen, wenn es eine konkrete finanzielle / existenzielle Bedrohung gibt?
Kien Nghi Ha
Kultur- und Politikwissenschaftler, Universität TübingenKien Nghi Ha (er/ihm) ist promovierter Kultur- und Politikwissenschaftler und leitet den Arbeitsbereich Postcolonial Asian German Studies an der Universität Tübingen. Für seine wissenschaftliche und kuratorische Arbeit zu postkolonialer Kritik, Rassismus und der asiatischen Diaspora hat er zahlreiche Auszeichnungen und Förderungen erhalten. Er ist Autor und (Mit-)Herausgeber zahlreicher Publikationen, darunter „Asiatische Deutsche Extended. Vietnamesische Diaspora and Beyond“ (Assoziation A 2012/2021) und „Asiatische Präsenzen in der Kolonialmetropole Berlin“ (Assoziation A, 2024). Derzeit arbeitet er am Sammelband „Anti-Asian Racism in Transatlantic Perspectives“ (transcript, 2026) und ist Mitherausgeber des Auftaktbands „Rassismus. Ein transdisziplinäres Kompendium“ (Springer VS, 2026) der neuen Buchreihe „RACISM/SOCIETY. Transdisziplinäre Perspektiven“.
Podiumsdiskussion „Verbinden. Benennen. Mit Haltung handeln. Was bedeutet das heute?“
Das Panel trägt den Namen des Fachtags. Ziel soll es sein aus unterschiedlichen Perspektiven drauf zuschauen, was das konkret in der Praxis bedeutet. Wo und wie finden Solidaritäten statt? Was verbindet uns in einer Zeit, wo Vereinzelung als politisches Instrument genutzt wird? Wie können wir noch Haltung zeigen, wenn es eine konkrete finanzielle / existenzielle Bedrohung gibt?
Michaela Moua
Closing KeynoteMichaela Moua (sie/ihr) ist seit 2021 die erste Antirassismus-Koordinatorin der Europäischen Kommission. In dieser Funktion leitet sie die Arbeit zur Bekämpfung von Rassismus innerhalb der EU, koordiniert entsprechende Maßnahmen und fördert die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren, darunter die Mitgliedstaaten, die EU-Institutionen und die Zivilgesellschaft. Michaela verfügt über umfangreiche Erfahrung im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung sowie in der Verbesserung der Erhebung und Nutzung von Gleichstellungsdaten. Diese Expertise hat sie unter anderem durch ihre Tätigkeit im finnischen Justizministerium und in der Geschäftsstelle der finnischen Ombudsperson für Nichtdiskriminierung erworben. Darüber hinaus hatte sie mehrere leitende Funktionen in zivilgesellschaftlichen Organisationen inne, die sich für die Wahrung und Förderung der Grundrechte einsetzen.
Sina Schindler
korientation. Netzwerk für Asiatisch-Deutsche Perspektiven e.V.Podiumsdiskussion „Solidarische Erinnerungsarbeit zwischen Anerkennung und Widerstand“
Vor dem Hintergrund autoritärer Entwicklungen und schwindender öffentlicher Aufmerksamkeit steht die Erinnerungsarbeit im Spannungsfeld zwischen notwendiger Selbstorganisation und dem Streben nach politischer Wirkung. Dieses Podium fragt danach, wie Initiativen mit und innerhalb der herrschenden Verhältnisse ihre eigene Kraft bewahren und verhindern, dass ihre Arbeit symbolisch entleert wird. Wir diskutieren Strategien, um Trauer, politische Bildung und Widerstand so zu verbinden, dass gegenwärtige Gewaltverhältnisse sichtbar bleiben und solidarische Bündnisse entstehen. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie zivilgesellschaftliche underinnerungspolitische Akteur*innen unter prekären Bedingungen langfristig handlungsfähig bleiben und ihre eigenen Narrative stärken.
Said Etris Hashemi
Initiative 19. Februar HanauSaid Etris Hashemi (er/ihm), geboren 1996 in Hanau, ist Autor, Vorsitzender des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften und Sohn afghanischer Geflüchteter. 2024 erschien sein autobiografisches Buch »Der Tag, an dem ich sterben sollte«. Am 19. Februar 2020 überlebte er den rechtsextremen Terroranschlag in Hanau, bei dem sein jüngerer Bruder Said Nesar und weitere Menschen ermordet wurden. Seitdem engagiert sich Hashemi gegen Rassismus und für mehr Gerechtigkeit.
Podiumsdiskussion „Solidarische Erinnerungsarbeit zwischen Anerkennung und Widerstand“
Vor dem Hintergrund autoritärer Entwicklungen und schwindender öffentlicher Aufmerksamkeit steht die Erinnerungsarbeit im Spannungsfeld zwischen notwendiger Selbstorganisation und dem Streben nach politischer Wirkung. Dieses Podium fragt danach, wie Initiativen mit und innerhalb der herrschenden Verhältnisse ihre eigene Kraft bewahren und verhindern, dass ihre Arbeit symbolisch entleert wird. Wir diskutieren Strategien, um Trauer, politische Bildung und Widerstand so zu verbinden, dass gegenwärtige Gewaltverhältnisse sichtbar bleiben und solidarische Bündnisse entstehen. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie zivilgesellschaftliche underinnerungspolitische Akteur*innen unter prekären Bedingungen langfristig handlungsfähig bleiben und ihre eigenen Narrative stärken.
Wilma Nyari
Initiative Gerechtigkeit für LorenzWilma Nyari (sie/ihr) Jahrgang 62 geboren in Frankfurt am Main. Gründungsmitglied der ISD. Sie ist Mutter, und Großmutter, Pädagogin, Beraterin, Künstlerin und Zeitzeugin. Aus ihrer persönlichen Biografie sowie ihrer langjährigen beruflichen Erfahrung heraus setzt sie sich mit den Themen Rassismus, Diskriminierung, Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe auseinander. In ihrer Arbeit verbindet sie fachliche Expertise mit persönlicher Perspektive und engagiert sich für Dialog, Reflexion und Empowerment. Gemeinsam mit Suraj Mailitafi begleitete sie im Rahmen ihres ehrenamtlichen Engagements die Entstehung des Films Inner Circle – Outer Circle. Heute vertritt sie die Initiative Lorenz und bringt ihre Erfahrungen in Bildungsarbeit, Beratung und öffentliche Debatten ein. Neben ihrer pädagogischen Arbeit ist sie auch künstlerisch tätig. Mit ihrer Fotografie, die unter anderem auf der World Press Photo Ausstellung in Oldenburg gezeigt wurde, schafft sie einen kreativen Ausgleich zu ihren ehrenamtlichen Schwerpunktthemen. Die Verbindung von Kunst und gesellschaftlichem Engagement prägt ihre Arbeit und eröffnet neue Perspektiven auf Teilhabe, Erinnerung und Zusammenleben.
Podiumsdiskussion „Solidarische Erinnerungsarbeit zwischen Anerkennung und Widerstand“
Vor dem Hintergrund autoritärer Entwicklungen und schwindender öffentlicher Aufmerksamkeit steht die Erinnerungsarbeit im Spannungsfeld zwischen notwendiger Selbstorganisation und dem Streben nach politischer Wirkung. Dieses Podium fragt danach, wie Initiativen mit und innerhalb der herrschenden Verhältnisse ihre eigene Kraft bewahren und verhindern, dass ihre Arbeit symbolisch entleert wird. Wir diskutieren Strategien, um Trauer, politische Bildung und Widerstand so zu verbinden, dass gegenwärtige Gewaltverhältnisse sichtbar bleiben und solidarische Bündnisse entstehen. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie zivilgesellschaftliche underinnerungspolitische Akteur*innen unter prekären Bedingungen langfristig handlungsfähig bleiben und ihre eigenen Narrative stärken.
Newroz Duman
Solidaritätsnetzwerk der Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer GewaltNewroz Duman (sie/ihr) ist Traumapädagogin und Aktivistin. Seit 2006 ist sie in den Themenfeldern Flucht, Migration und antirassistische Selbstorganisierung politisch aktiv. Sie ist Sprecherin der „Initiative 19. Februar Hanau“. Außerdem arbeitet sie im Projekt „Erinnern gegen das Vergessen“ des Solidaritätsnetzwerks der Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.
Workshop: Selbstbestimmt erinnern.
In dem Solidaritätsnetzwerk organisieren sich Betroffene und Überlebende rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, um sich gegenseitig zu unterstützen und ihre Perspektiven sichtbar zu machen. Ein zentrales Anliegen ist das selbstbestimmte Erinnern sowie die gemeinsame Gedenk-, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei machen die Initiativen auch die Kontinuitäten rechter Gewalt in Deutschland sichtbar und setzen sich für deren Aufarbeitung ein.
Cuso Ehrich
Soziolog*in und politische Bildner*inCuso Ehrich (kein Pronomen) arbeitet zu den Schwerpunkten Rassismus und Polizei, ist Teil der Kampagne Sicherheit für alle und promoviert zu Verbindungen von Polizeipraxis und gruppenbasierten Toden. Derzeit leitet Cuso den Bereich politische Bildung von korientation und war in der Vergangenheit im Gremium zur Aufarbeitung der kolonialen Geschichte der Stadt Köln und im Vorstand des Bundesverband trans* aktiv. Im „Hast du Alles“-Podcast spricht Cuso mit Aktivist*innen zu vielfältigen abolitionistischen und internationalistischen Themen.
Workshop: Staatliche Förderung im Autoritarismus?
Klar für uns alle ist, dass die Förderung der Zivilgesellschaft essenziell für die Gesellschaft der Vielen ist. Dafür setzte sich der KV-Rassismus und zahlreiche andere zivilgesellschaftliche Bündnisse zu Recht ein. In diesem Workshop wollen wir kurz rauszoomen und die geförderte Arbeit zum Thema Rassismus im Rahmen der politischen Ökonomien reflektieren: Woher kommt es eigentlich, dass die Arbeit zu Rassismus sich so stark durch NGO’s organisiert? Wie steht das im Verhältnis zu anderen Formationen, die Mitte des 20. Jahrhunderts Kämpfe gegen Rassismus mit anderen Mitteln bekämpften? Was macht die Abhängigkeit von staatlichen Mitteln in einer Zeit, in der die Kriminalisierung von Armut und Migration ebenfalls staatlich organisiert wird und sich enorm ausweitet? Dafür reflektieren wir unsere praktische Arbeit und erarbeiten uns die Inhalte zweier Texte der abolitionistischen Geografin Ruth Wilson Gilmore und Craig Gilmore („In the Shadow of the Shadow State“ und „Restating the Obvious“).
Purnima Vater und Asya Pekyiğit
stuhlkreis_revoltePurnima Vater (sie/ihr) ist Pädagogin und politische Bildnerin in Berlin. Beide Bereiche sind eng verwoben mit ihrem politischen Begehren, in gesellschaftliche Verhältnisse zu intervenieren. Pädagogik und Bildung begreift sie als zentrale Orte gesellschaftlicher Transformation – als Felder, die es zu verändern gilt und in denen zugleich das Potential solcher Veränderungen liegt.
Asya Pekyiğit (sie/ihr) macht seit vielen Jahren politische Bildungsarbeit zu rassismus- und herrschaftskritischen Themen. Sie gibt Workshops, hält Vorträge und begleitet Organisationen in rassismus- und herrschaftskritischen Transformationsprozessen. In ihrer Doktorarbeit forscht sie zu subversiven und widerständigen Strategien von Deutschen of Color.
Workshop: Strategische Kompliz*innenschaft in Zeiten autoritären Umbaus – Open Space für politische Bildner*innen
Der Open Space richtet sich an politische Bildner*innen aus diskriminierungs- und rassismuskritischen Kontexten. Angesichts zunehmender autoritärer und rechter Verschiebungen geraten emanzipatorische Bildungsarbeit, antifaschistische Positionen und solidarische Praxen zunehmend unter Druck. Gleichzeitig wächst die gesellschaftliche Bedeutung dieser Arbeit. Der Space lädt dazu ein, Erfahrungen, Herausforderungen und Strategien miteinander zu teilen: Wie verändern sich Sprache, Arbeitsbedingungen und Handlungsspielräume? Welche Formen von Anpassungsdruck oder Repression erleben wir — und welche solidarischen Netzwerke brauchen wir? Im Mittelpunkt stehen Austausch, Vernetzung und kollektive Handlungsperspektiven. Gemeinsam wollen wir widerständige Praxen sichtbar machen und politische Bildungsarbeit handlungsfähig halten.
Edwin F. Greve
Referent für Antidiskriminierung beim Migrationsrat BerlinEd Greve (er/ihm) ist Referent für Antidiskriminierung beim Migrationsrat Berlin. Er ist zudem als Antidiskriminierungstrainer tätig, wo er zu Themen wie geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, Barrierefreiheit sowie machtkritischer Bildung arbeitet. In seiner Bildungsarbeit verfolgt er einen intersektionalen Ansatz, der Diskriminierung in ihren verschiedenen Verschränkungen analysiert und sichtbar macht.
Austauschrunde: Interessenvertretung gegenüber Politik und Verwaltung – Möglichkeiten, Grenzen und Risiken?
Diese Austauschrunde richtet sich an Aktive, die in ihrer politischen Arbeit selbst mit Entscheidungsträger*innen aus Politik und Verwaltung in Kontakt treten oder solche, die darüber nachdenken. Ob in Fachrunden, über Protestbriefe oder in Gesprächen zur Projektvorstellung: Wie stärken wir uns gegen Vereinnahmungen oder Täuschungen? Woran erkennen wir Scheinbeteiligung oder Symbolpolitik? Und wie unterstützen wir uns gerade in Haushaltsverhandlungen solidarisch gegenseitig?
Sükran Budak
Vorstand IG MetallSükran Budak (sie/ihr) ist Gewerkschaftssekretärin im Vorstand der IG Metall und im Ressort Migration tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen die Organisierung von internationalen Beschäftigten, migrationspolitische Perspektiven auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation, Antirassismus, sowie die Themen Flucht und Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten.
Workshop: Aus migrantischen Kämpfen lernen. Perspektiven aus der Gewerkschaft
Dieser Workshop lädt dazu ein, Erfahrungen, Strategien und Perspektiven aus migrantischen Kämpfen sichtbar zu machen und gemeinsam zu reflektieren. Gemeinsam schauen wir auf Erfahrungen migrantischer Beschäftigter, ihre Strategien der Selbstorganisierung sowie ihre Kämpfe für bessere Arbeitsbedingungen, Anerkennung und Teilhabe. Dabei wird diskutiert, welche Rolle Gewerkschaften spielen (können), wo sie unterstützt haben und wo migrantische Arbeiter*innen eigene Wege erkämpfen mussten.
Ziel ist es, aus diesen Erfahrungen zu lernen: Welche Impulse können migrantische Kämpfe heutigen gewerkschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen geben? Der Workshop schafft Raum für Austausch, kritische Reflexion und kollektives Lernen sowie für die Frage, wie solidarische Praxis in aktuellen Arbeitskämpfen gestärkt werden kann.
Angelika Kim
Sozialwissenschaftlerin, politische Bildnerin und AutorinAngelika Kim (sie/ihr) ist Sozialwissenschaftlerin, politische Bildnerin und Autorin. Angelika arbeitet zu Antirassismus, besonders in Ostdeutschland, und zu ihren diversen Identitäten als Nachkommin von Koryo Saram und Schwarzmeerdeutschen. Seit 2026 ist Angelika Teil des Vorstands von korientation e.V.
Lesung: 90 Tage
Es gibt Momente, an denen die Zeit stillzustehen scheint – genau so ein Moment erzählt der autobiografische Text „90 Tage“. Die Autorin verhandelt darin Themen wie intergenerationales Trauma, die lebenslange Suche nach Identität und die zarte Unklarheit des Konzepts „Zuhause“
Maike Siu-Wuan 晓云 Storf
Kulturelle BildnerinMaike Siu-Wuan 晓云 Storf (sie/ihr) hat eine Ausbildung zur Damenscheiderin gemacht und anschließend Bühnenbild an der Universität der Künste in Berlin studiert. Nach 10 Jahren Arbeit am Theater als Kostüm- und Bühnenbildnerin verlegte sie den Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens in die kulturelle Bildungsarbeit. Neben der Vermittlungsarbeit konzentriert sich ihre künstlerische Praxis auf die Entwicklung von Lernumgebungen, die sowohl Zugänge und Freiräume schaffen als auch interaktive und gleichsam interdisziplinäre Lernerlebnisse ermöglichen.
Lesung: Woher ich komme, soweit ich mich erinnern kann.
Chandrika Yogarajah
Forscher*in, Dokumentarfilmemacher*in und politische*r Bildner*inChandrika Yogarajah (kein Pronomen) ist Forscher*in in der Migrations- und Asylforschung, unabhängige*r Dokumentarfilmemacher*in und politische*r Bildner*in in Berlin. Die Arbeitsschwerpunkte umfassen Migration, Flucht und Asyl, psychische Gesundheit, Antidiskriminierung sowie rassistische Gewalt. Chandrika verfügt über Erfahrung in der Antidiskriminierungs- und Antigewaltberatung im Rahmen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sowie in der psychosozialen und rechtlichen Unterstützung von Geflüchteten, queeren Menschen und BIPOC-Communities. Derzeit promoviert Chandrika an der Humboldt-Universität zu Berlin zur kritischen Migrations- und Asylforschung. Die Dissertation untersucht die strukturellen Bedingungen psychischen Leidens unter Eelam-tamilischen Geflüchteten und verbindet ethnographische Ansätze mit Perspektiven aus Public Health und postkolonialer Theorie.
Lesung: Wer schreibt Geschichte? Who is writing history?
Von den Stimmen am Rand der Archive – alternative Narrative von Diaspora, Erinnerung und intersektionaler Diskriminierung
Ana Lucão Mvangi
Multidisziplinarische KünstlerinAna Lucão Mvangi (sie/ihr) ist eine multidisziplinarische Künstlerin, die sich in ihrer Arbeit mit mehrsprachigen Identitätskonzepten, afrodiasporischen Lebensrealitäten und Literatur auseinandersetzt. Sie studierte „Sprachpädagogik und erzählende Künste in der sozialen Arbeit“ an der FHCHP in Potsdam und verliebte sich in das kreative Schreiben. Als Poetin hat sie bereits im Sammelband „Sisters and Souls 2 – Inspirationen durch May Ayim“, herausgegeben von Natasha Kelly (2021) und „Togetherness“, herausgegeben von Books Archive und Poetrymeets (2025) mitgeschrieben. Im März 2026 ist ihre erste eigene Veröffentlichung Diaspora Baby im Self-Publishing erschienen.
Lesung: Brief an alle im Bildungssystem
Der „Brief an alle im Bildungssystem“ richtet sich an alle Personen im Bildungssystem die von Anti-Schwarzem Rassismus betroffen sind. Dabei ist es egal, welche Rolle sie in dem System einnehmen (müssen). Durch den Brief sollen sie sich gesehen fühlen.
Mayha Suaysom
IllustratorinMayha Suaysom (sie/ihr) arbeitet oft interdisziplinär in der Kunstbranche zwischen Illustration, Grafikdesign und künstlerischer Praxis. Ihre Workshops verbinden Zeichnen mit Erfahrungsräumen für Lernen und Selbstreflexion, darunter „Walk & Draw“, „Doo & Draw“ und „Safer-Space-Empowerment“. Dabei lädt Suaysom die Teilnehmenden ein, sich durch den kreativen Prozess selbst und ihre Wahrnehmung zu reflektieren.
Draw-My-Mind: Zeichen- und Empowerment-Workshop
Wann habe ich zuletzt mit mir selbst gesprochen? Wann hatte ich zuletzt meine „Me-Time“ und wie häufig nehme ich sie mir? Es gibt immer „viel zu tun“ in unserem Leben und dabei vergessen wir meistens uns selbst. Im Workshop zeichnen und/oder schreiben wir eigene Karte(n) für uns selbst. Ich werde euch nebenbei begleiten. Keine große Austauschrunde. Keine Zeichen- oder Schreibkenntnisse erforderlich, freie Köpfe aber JA 🙂
Hamidou Maurice Bouguerra
Koordinator für Sprecher*innennetzwerk & Trainings bei OMNI – Tools & Training für politische KommunikationHamidou Maurice Bouguerra (er/ihm) ist seit vielen Jahren in antifaschistischen und dekolonialen Bewegungen organisiert. Er studierte Urbanistik (B.Sc.) an der Bauhaus-Universität Weimar und veröffentlichte als Mitherausgeber das Buch „Stadt & Rassismus“. Gegenwärtig arbeitet er unter anderem als Referent für politische Kommunikation.
Workshop: Antirassismus strategisch in die Öffentlichkeit bringen
OMNI trainiert Akteur*innen für politische Kommunikation, das Momentum sorgt dafür, dass ihre Stimmen zum richtigen Moment in den Medien landen. In diesem Workshop stellen wir beide Organisationen vor und geben konkrete Einblicke, was gute Öffentlichkeitsarbeit zu Antirassismus und Migration ausmacht.
Selin Dörtkardeş
SchauspielerinSelin Dörtkardes (sie/ihr) absolvierte 2018 ihr Schauspielstudium an der Universität der Künste Berlin und arbeitete anschließend an zahlreichen Theatern. Heute ist sie als freischaffende Schauspielerin für Film, Fernsehen und Theater tätig und verbindet in ihrer künstlerischen Arbeit Schauspiel, biografisch- dokumentarische Elemente und urbanen wie zeitgenössischen Tanz. Zudem gründete sie mit zwei Freunden die „Impala Dance Company“, die jungen Menschen Raum für künstlerischen Ausdruck bietet.
Workshop: Wenn der Körper spricht
Was in deinem Inneren vor sich geht, ist manchmal schwer zu beschreiben. In diesem einstündigen Workshop darf der Kopf komplett loslassen und dein Körper übernimmt. Durch angeleitete Übungen übersetzen wir Gefühle in Bewegung und lassen so den Körper zu Wort kommen. Max. Teilnehmeranzahl 20-25 Personen. Die Teilnehmenden können den Workshop auch 2x belegen
Fred Liepner
Verwaltungsratsmitglied Polisocial AGFred Liepner (er/ihm) vereint viele Rollen: Er ist Gewerkschaftssekretär der IG Metall,
Verwaltungsratsmitglied bei Polisocial AG, Betriebsrat, Schöffe, Tänzer, ehemaliger Football-Profi, Schirmherr der Leseeule und vieles mehr. Sein Weg führte ihn vom Rettungsschwimmer und Trainer bis hin zum Betriebsratsvorsitzenden. Vom Arbeiterkind mit Sonderschulempfehlung entwickelte er sich zum Stipendiaten der Hans-Böckler-Stiftung – ein beeindruckendes Beispiel dafür, was Durchhaltevermögen, soziales und gesellschaftliches Engagement, Unterstützung und echter Zusammenhalt bewirken können.
Vorstellung: POLI SOCIAL – Die weltweit erste Plattform für zivilgesellschaftliche und politische Organisationen, Vereine und Initiativen
Die Plattform POLI SOCIAL bietet zivilgesellschaftlichen und politischen Organisationen, Vereinen und Initiativen die Möglichkeit, sich regional zu vernetzen und ihre Projekte, Veranstaltungen und Informationen sichtbar zu machen.
Luisa Muhammad
Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst) e. V.Ausstellungsführung: Trotz allem! Postmigrantische Jugend bewegt den Osten
Die Ausstellung „Trotz allem! Postmigrantische Jugend bewegt den Osten“ zeigt junges, (post-)migrantisches und BI_PoC-Engagement in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie Thüringen. Junge Vorbilder aus unterschiedlichen Communities schaffen eigenständig Räume für Zusammenschlüsse, Empowerment und gesellschaftliche Veränderungen. Sie brechen mit Vorurteilen, alten Mustern und rassistischen Bildern. Ungeschönt erzählen sie von den Herausforderungen, die sich ihnen im Alltag, auf der Bühne, in Vereinen und in der Kommunalpolitik stellen. Ihre Geschichten machen Mut und Hoffnung. Sie zeigen, wie selbstbewusst und ausdauernd junge Migrant*innen und BI_PoC in Ostdeutschland sind.
Andrés Nader
Leiter „Rassismuskritische Beratung und Begleitung“ bei RAA BerlinDer promovierte Kulturwissenschaftler Andrés Nader (er/ihm) ist systemischer Coach, Körperpsychotherapeut und Supervisor in eigener Praxis (andresnader.com). In der RAA Berlin leitet er das Projekt zur „Rassismuskritischen Beratung und Begleitung“. Der ehemalige Geschäftsführer der RAA Berlin gründete 2017 dort den rassismus- und diskriminierungskritischen Ansatz „Diversitätsorientierte Organisationsentwicklung“ mit. Er hat zu Rassismus, Antisemitismus, Kritischer Weißseinsforschung, Heteronormativität und Bildungsgerechtigkeit geforscht und gelehrt.
Workshop: Rassismuskritik und Körper – eine somatische Erkundung
Wir werden Körper- und Wahrnehmungsübungen nutzen, um gemeinsam auszuprobieren, mit dem, was wir in der Welt erleben, in Würde sein zu können. Es geht darum, unsere Kapazitäten zu erkunden und zu erweitern und zu üben, mit Verbindung und Präsenz in unserer Wirksamkeit zu bleiben.
Sohal Behmanesh
Systemische Organisationsentwickler*inSohal Behmanesh ist Systemische Organisationsentwickler*in. Begleitet mit CoFORM Consulting Organisationen, Gruppen, Teams und Einzelpersonen bei Fragen der Zusammenarbeit. Dabei interessiert Sohal vor allem wie mehr Präsenz und Ehrlichkeit mit uns selbst uns befähigt, mit anderen etwas zu kreieren, das wir in der Welt sehen wollen.
Workshop: Rassismuskritik und Körper – eine somatische Erkundung
Wir werden Körper- und Wahrnehmungsübungen nutzen, um gemeinsam auszuprobieren, mit dem, was wir in der Welt erleben, in Würde sein zu können. Es geht darum, unsere Kapazitäten zu erkunden und zu erweitern und zu üben, mit Verbindung und Präsenz in unserer Wirksamkeit zu bleiben.