Über den Verbund

Wer wir sind

Wir Verbundpartner vereinen unterschiedliche Expertisen, Zielgruppen und Methoden, um verschiedene Formen von Rassismus zu benennen und ihnen gemeinsam aktiv entgegenzuwirken. Dadurch wird eine Infrastruktur für fachlichen Austausch und Sichtbarmachung geschaffen, die eine umfassende Bewusstseinsbildung in Bezug auf Rassismus anstrebt. Wir setzen auf ein intersektionales Verständnis, das Communitys solidarisch zusammenbringt, Standards entwickelt und rassismuskritische Strukturen nachhaltig stärkt.

Seit 2025 arbeiten wir sieben zivilgesellschaftliche Organisationen erstmals als Verbund zusammen: CLAIM, Each One Teach One (EOTO), korientation, RAA Berlin, Verband binationaler Familien und Partnerschaften Leipzig, Zentrum für Data-driven Empowerment, Leadership, Advocacy (zedela) und ZEOK.

Wir bündeln unsere Erfahrungen zu phänomenspezifischen Rassismen (antimuslimischer, Anti-Schwarzer und Anti-Asiatischer Rassismus) und phänomenübergreifenden Diskriminierungsformen. Durch diese verschiedenen Perspektiven wird der Verbund gegen Rassismus zu einer starken Interessenvertretung für Menschen mit Rassismuserfahrungen, die sensibilisiert, Debatten versachlicht und ein Netzwerk für Qualifizierung, Forschung und Bildung aufbaut.

Unsere Ziele & Haltung

Zivilgesellschaftliche Akteur*innen vernetzen, Fachkräfte aus Regelstrukturen rassismuskritisch qualifizieren, communitys-basierte Forschung stärken und Wissen für die Fachöffentlichkeit und Politik aufbereiten – das sind die Ziele des Verbunds. Unsere Haltung ist rassismuskritisch, diversitätsorientiert und communitys-zentriert.

Wissen über Rassismus entsteht nicht ohne die Menschen, die ihn erleben. Deshalb sind die Erfahrungen rassismusvulnerabler Expert*innen und der Communitys die Basis unserer Arbeit. Ihre Expertise fließt in Forschung, Bildungsangebote und Strukturentwicklung ein.

Die Grundhaltung des Verbunds gegen Rassismus ist intersektional, denn Rassismus wirkt häufig in Verschränkung mit Geschlecht, Klasse, Religion und/oder Behinderung. Diese Wechselwirkungen mitzudenken ist methodischer Anspruch und politische Haltung zugleich.

So schaffen wir eine langfristig angelegte und lernende Struktur, die Rassismus – als tief in der Gesellschaft und den Institutionen verankerte Form von Abwertung und Ausgrenzung – erforscht, benennt und sich ihm entgegen stellt.

Wie wir arbeiten

Die Schwerpunkte unserer gemeinsamen Arbeit sind

__Rassismuskritische Qualifizierung: Wir entwickeln Angebote und Materialien für Fachkräfte aus Bildung, Zivilgesellschaft und Verwaltung – praxisnah und auf der Grundlage aktueller Fachdiskurse.

__Wissenstransfer: Wir bereiten Fach- und Erfahrungswissen für unterschiedliche Zielgruppen auf – verständlich, zugänglich und kontextbezogen.

__Netzwerkbildung:
Wir verbinden zivilgesellschaftliche Organisationen, die zu Rassismuskritik und Empowerment arbeiten – bundesweit und phänomenübergreifend. Ziel ist ein Austausch, der Kräfte bündelt und Synergien schafft.

__Communitys-basierte Forschung:
Wir erheben und bündeln Erfahrungswissen zu Rassismus – auch aus Communitys, die für die Politik schwer zugänglich sind. Durch unsere langjährige Arbeit in den Communitys vertrauen uns die Menschen ihre Perspektiven an, die wir – als unabhängige NGOs – in den fachlichen und politischen Diskurs einbringen.

Träger im Verbund

Der Verbund gegen Rassismus wird getragen von den Partnern CLAIM, EOTO, korientation, RAA Berlin, Verband binationaler Familien und Partnerschaften Leipzig, zedela und ZEOK. Koordinierungsstelle des Kooperationsverbundes ist CLAIM.

Als Kooperationsverbund gegen Rassismus bauen wir im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! eine bundeszentrale Struktur zu Rassismuskritik und Teilhabe auf.

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.

CLAIM gGmbH

CLAIM setzt sich bundesweit gegen antimuslimischen Rassismus sowie gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit ein. Die gemeinnützige Organisation sensibilisiert, vernetzt und unterstützt bundesweit Zivilgesellschaft und Verwaltung und dokumentiert Vorfälle von antimuslimischem Rassismus. Die Arbeit von CLAIM ist somit ein fachlicher Beitrag zu Stabilität, gesellschaftlichem Zusammenhalt und demokratischer Resilienz.

Weitere Informationen unter www.claim-organisation.de

EOTO – Each One Teach One e. V.

Each One Teach One (EOTO) ist eine im Jahr 2012 gegründete, Schwarze communitys-basierte Bildungs- und Empowerment-Organisation in Berlin. Der Verein eröffnete im März 2014 als Bibliothek und Archiv seine Türen und ist seither ein Ort des Lernens und der Begegnung für Menschen afrikanischer Herkunft. EOTO besteht aus einem intergenerationalen Team von Schwarzen, afrikanischen und afrodiasporischen Menschen und hat Expertisen und Arbeitsbereiche in der Literatur- und Kulturvermittlung, (außer-)schulischen Bildung, Jugendarbeit, Antidiskriminierungsberatung und -monitoring, Praxisforschung sowie Interessenvertretung Schwarzer, afrikanischer und afrodiasporischer Menschen.

Weitere Informationen unter: eoto-archiv.de

korientation. Netzwerk für Asiatisch-Deutsche Perspektiven e. V.

korientation ist eine (post)migrantische Selbstorganisation und ein bundesweites Netzwerk für Asiatisch-Deutsche und asiatisch-diasporische Menschen mit dem Schwerpunkt Deutschland. Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Berlin und einem zweiten Projektbüro in Köln stärkt Empowerment, Vernetzung und Selbstrepräsentation, setzt sich rassismuskritisch mit historischen Kontinuitäten auseinander und arbeitet intersektional. Bildung, Kultur, Wissenschaft, politische Interessenvertretung und Community-Arbeit bilden die zentralen Tätigkeitsfelder.

Weitere Informationen unter: https://www.korientation.de/

RAA Berlin e. V.

Die RAA Berlin ist seit 1991 ein unabhängiger Träger für Bildungsgerechtigkeit und unterstützt diskriminierungs- sowie rassismuskritische Partizipationsprojekte in Kitas, Schulen und Kommunen. Mit prozessorientierter Beratung und diversitätsorientierter Organisationsentwicklung begleitet sie staatliche und zivilgesellschaftliche Einrichtungen. Ziel ist es, diskriminierungserfahrene Menschen zu stärken und ihre Perspektiven einzubeziehen. Finanziert wird die Arbeit durch öffentliche Mittel, Stiftungen und Spenden.

Weitere Informationen unter: raa-berlin.de

Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., Leipzig

Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. engagiert sich seit über fünfzig Jahren bundesweit gemeinnützig zu Themen der Migrationsgesellschaft. Die Leipziger Geschäfts- und Beratungsstelle bietet qualifizierte Beratung sowie politische Bildungsarbeit und sensibilisiert im Themenfeld Rassismus und Rassismuskritik. Zum Angebot gehören rassismuskritische Materialien, Beratungs- und Weiterbildungsformate und die Vernetzung mit Politik, Verwaltung und Bildungseinrichtungen.

Weitere Informationen unter: https://binational-leipzig.de/

zedela – Zentrum für Data-Driven Empowerment, Leadership & Advocacy gUG

zedela wurde 2023 in Berlin gegründet und ist eine BPoC-geführte, menschenrechtsbasierte und Communitys-orientierte Forschungs- und Beratungsorganisation. zedela arbeitet an der Schnittstelle von rassismus- und diskriminierungskritischer Forschung und Communitys-basierten Leadership, wobei quantitative und qualitative Analysen genutzt werden, um evidenzbasierte Handlungsempfehlungen zu entwickeln.

Weitere Informationen unter: zedela.org

ZEOK e.V.

Mit Bildungs- und Kulturangeboten schafft ZEOK Räume für Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen. ZEOK ist seit 2004 als Bildungsträger mit bundesweiter Reichweite und einem Schwerpunkt aus und in Ostdeutschland aktiv. Der Verein mit Sitz in Leipzig engagiert sich für eine rassismuskritische, diversitätsorientierte und gerechte Gesellschaft. Er verbindet dabei soziales und kulturelles Engagement mit einer transformativen, diskriminierungssensiblen Bildungsarbeit, immer auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und unteilbarer Menschenrechte.

Weitere Informationen unter: www.zeok.de